Gewichtsreduktion für Kinder


Neben einem gesunden Bewegungsverhalten ist bei übergewichtigen Kindern eine vorsichtige Nahrungsumstellung durchaus sinnvoll – doch unterstützen Sie keinesfalls Ihr Kind darin, mittels einer Diät abzunehmen! Auch, wenn ein Jugendlicher diese oder jene Diätidee interessant findet und mal ausprobieren möchte, damit sein Gewicht zu reduzieren – erklären Sie Ihrer Tochter oder Ihrem Sohn, warum Sie diesen Weg für ungesund halten. Argumente können sowohl die einseitige und deshalb ungesunde Ernährung sein als auch der lange bekannte Begriff des „Jojo-Effekts“. Erarbeiten Sie dann mit Ihrem Kind gemeinsam Rezepte, die weniger Kalorien enthalten aber deshalb lange nicht weniger schmackhaft sind. Beziehen Sie Ihr Kind in Zukunft gerne beim Einkauf und Kochvorgang mit ein! Lassen Sie es selbst auf den Produkten nachsehen, wie viel Zucker darin steckt – oder im guten Fall, wie viel Eiweiß. Machen Sie Ihr Kind aber auch auf „Medien-Fallen“ aufmerksam – also darauf, wie bestimmte Produkte in der Werbung zu unrecht als „gesund“ bezeichnet werden.

Ernährungsumstellung

Viele Kinder sind auch begeistert, selbst zu experimentieren – lassen Sie es dann doch einmal einen „Kinderjoghurt“ selbst entwickeln – frische Früchte, Naturjoghurt und Gewürze wie Zimt oder Vanille können ihm als Anregung dienen. Nach und nach wird sich automatisch der Geschmackssinn Ihres Kindes verändern – je weniger Zusatzstoffe und Zucker es zu sich nimmt. Dies können Sie selbst auch fördern, indem Sie zum Beispiel alle Soßen mit Gemüse binden, anstelle mit Soßenbinder oder Mehl. Sie werden danach selbst gerne auf jede Päckchensoße verzichten! Ein Pürrierstab ist diesbezüglich eine wertvolle Küchenhilfe!

Für die Ernährung Ihrer Kinder sind Sie zuständig, nicht Ihre Kinder! Anstelle Ihr Kind deshalb nach der Schule zu fragen: „Was möchtest Du heute essen?“ ist es besser, wenn Sie selbst eine Vorwahl zweier gesunder Menüs vorschlagen, aus denen sich Ihr Kind eines aussuchen kann. Auch sollte beim Fernsehen nicht eine Schale mit Popcorn, eine mit Chips… zur Wahl stehen, sondern schneiden Sie einfach einmal einige Gemüsesorten in Stücke oder Streifen und machen Sie aus Naturjoghurt und Gewürzen einen leckeren Dip. Für das Schulbrot fragen Sie Ihr Kind lieber, ob es eine Banane oder einen Apfel mitnehmen möchte, anstelle zu fragen ob es Obst mithaben möchte. Und gestalten Sie das Stück Vollkornbrot (für diese Sorte haben Sie die Wahl übernommen) dann durchaus mit seiner Lieblingswurst oder dem Lieblingskäse, wobei dieses aufgrund der Obstzugabe durchaus kleiner ausfallen darf. Und statt einer Limo bieten Sie Ihrem Kind gerne häufig einen „Sportlerdrink“ an: Apfelsaftschorle, selbst gemixt!
Was steckt hinter der „dicken Schale“?

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Kind isst grundsätzlich einfach zu viel oder stopft sich mit Schokolade voll, dann sollten Sie auch einmal die Überlegung anstellen, was dahinter steckt. Kommen Sie mit Ihrem Kind ins Gespräch – ist es eine Art „Kummerspeck“? Oder muss sich Ihr Kind mit einer besonders „dicken Haut“ vielleicht gegen jemanden durchsetzen oder wehren https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_L%C3%A4nder_nach_Anteil_an_adip%C3%B6sen_Personen? Auch eine Mobbingsituation in der Schule kann ein Auslöser für Übergewicht sein, solange diese nicht beseitigt und bewältigt ist, wird auch das Übergewicht nicht in den Griff zu bekommen sein.

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